Der 2005 initiierte DAM DIGITAL ART AWARD |DDAA| (ehemals d.velop digital art award) wird alle zwei Jahre vom Digital Art Museum [DAM] in enger Zusammenarbeit mit der Agentur KOMMUNIKATION LOHNZICH an einen Künstler aus dem Bereich digitaler Medien vergeben. Der Preis ehrt die wichtigsten Künstler der digitalen Kunst für ihr Lebenswerk oder eine bedeutende Werkgruppe. Den jeweiligen Preisträgern wird eine Ausstellung in der Kunsthalle Bremen gewidmet; nach Vera Molnar, Manfred Mohr und Norman White wird nun die Pionierarbeit der amerikanischen Künstlerin Lynn Hershman Leeson gewürdigt.
Lynn Hershman Leeson (geb. 1941) gehört seit den 70er-Jahren zu den führenden KünstlerInnen der Medienkunst. Auf der Basis der visuellen Künste, des Films und der populären Kultur setzt sie sich seit 40 Jahren mit Identität, Erinnerung und Geschichte auseinander. Sie erkundet Themen, die im Zusammenhang mit Konsum, Privatsphäre, Überwachung und persönlicher Macht erwachsen und bezieht hierbei konsequent den Zuschauer als einen aktiven Teilnehmer in das Kunstwerk mit ein. Hershman Leeson verwendet hierfür die ständig weiterentwickelten digitalen Technologien und gibt wiederholt entscheidende Impulse für feministische Diskurse. Auf Grund ihrer Pionierarbeit im Bereich der interaktiven computer- und internetbasierten Medienkunst erhielt sie 2010 den |DDAA|.
2011 eröffnete die erweiterte Kunsthalle mit einem Überblick über 600 Jahre Kunstgeschichte. Im Sommer dieses Jahres werden erstmals die reichen Bestände der Sammlung nach 1945 im gesamten Erdgeschoss präsentiert. Die Ausstellung konfrontiert alte Bekannte mit selten gesehenen Werken und verbindet somit bewegte Nachkriegsgeschichte mit der markanten Sammlungsgeschichte des Hauses. Thematische Räume erlauben einen neuen Blick auf die Kunst des letzen halben Jahrhunderts, während atmosphärische Einzelpräsentationen intensive Erlebnisse vermitteln. Die Präsentation enthält zahlreiche Neuerwerbungen, von denen viele noch nicht in der Kunsthalle ausgestellt wurden.
Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen
1971 auf Initiative einer Gruppe von Mitgliedern des Kunstvereins gegründet, unterstützen die nun rund 150 Mitglieder des Förderkreises seit über 40 Jahren jährlich eine Ausstellung der Kunsthalle Bremen. Der Förderkreis setzt sich außerdem für Ankäufe von Gegenwartskunst ein und fühlt sich damit einer alten bremischen Tradition verpflichtet, durch Privatinitiative Anliegen des kulturellen Lebens dieser Stadt zu fördern.
Der Kunstpreis der Böttcherstraße ist einer der ältesten und renommiertesten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Alle zwei Jahre wird er vergeben – 2012 bereits zum 43. Mal. Zehn Kuratoren nominieren zehn Künstler aus dem deutschen Sprachraum, die ihre Werke vom 16. September bis 16. Dezember 2012 in der Kunsthalle Bremen präsentieren. Aus diesen Arbeiten wählt eine fünfköpfige Jury den diesjährigen Preisträger aus. Dazu erscheint ein begleitender Katalog.
Unter den bisherigen Preisträgern finden sich zahlreiche Namen, die aus der zeitgenössischen Kunstszene nicht mehr wegzudenken sind, wie Wolfgang Tillmans, Olafur Eliasson, Tino Sehgal oder Thea Djordjadze. Das Auswahlverfahren für den diesjährigen Wettbewerb läuft bereits – die Spannung steigt.

Friedensreich Hundertwasser ist einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts, der aber auch oft missverstanden und unterschätzt wird. Die Ausstellung "Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949–1970" wirft einen frischen Blick auf das frühe und klassische Werk des Künstlers von den 1940ern bis zu den frühen 70er Jahren. Präsentiert wird eine beeindruckende Auswahl von Meisterwerken, darunter wenig bekannte Bilder aus Museen und Sammlungen in Europa und Japan. Die Ausstellung, die Hundertwasser als wichtiges Mitglied der internationalen Avantgarde zeigt, eröffnet neue Perspektiven auf sein Werk, das heute relevanter als jemals erscheint. Hundertwassers radikale politische Position und Vorreiterstellung als ökologischer Aktivist werden durch seine Performances und Manifeste dieser Jahre dokumentiert und in Bezug zu seinem malerischen Werk gestellt, das die pflanzliche wie animistische Macht der Natur, Kreativität wie individuelle Ausdruckskraft feiert.
Friedensreich Hundertwasser: 178 Die politische Gärtnerin
Melun, April 1954
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